Untreue, § 266 I StGB

UntreueMissbrauchsvarianteTreuebruchsvariante

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Untreue, § 266 I StGB

Voraussetzungen der Untreue

  1. Vermögensbetreuungspflicht

  2. Untreuehandlung

    • Missbrauchsvariante, § 266 I Alt. 1 StGB im Mehrpersonenverhältnis: Rechtsgeschäftliches Handeln überschreitet das rechtlichen Dürfen (Innenverhältnis) bei rechtlichem Können (im Außenverhältnis wirksamer, den anderen bindenden Vertrag); z.B. der Geschäftsführer einer GmbH (vertretungsberechtigt gem. § 35 I GmbHG) hebt Geld von GmbH-Konto zu privaten Zwecken ab (≠ Verbrauch des Geldes ⇨ § 266 I Alt. 2 StGB)

      • Bei nach außen wirksamen Rechtsgeschäften

      • Erfordert Vermögensbetreuungspflicht als Hauptpflicht (umstritten)

    • Treuebruchsvariante, § 266 I Alt. 2 StGB bereits im Zweipersonenverhältnis: Betrifft tatsächliche Handlungen (z.B. der Geschäftsführer einer GmbH gibt Geld der GmbH zu privaten Zwecken aus; z.B. Zerstörung einer Sache)

      • Auch bei unwirksamen Rechtsgeschäften oder Pflichtverletzungen rein tatsächlicher Art

      • Erfordert Vermögensbetreuungspflicht als Hauptpflicht

  3. Kausal verursachter Vermögensnachteil: Wie Vermögensschaden beim Betrug

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Was sind die Voraussetzungen der Untreue?

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Frage 1

O händigt T freiwillig seine EC-Karte samt PIN aus, damit T für ihn 500 € abhebt. T hebt jedoch 1.000 € ab und behält die Differenz. Welche Aussagen treffen zu?

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Frage 2

T fährt an eine Selbstbedienungstankstelle und tankt Benzin. Er hat kein Geld dabei und will nicht bezahlen. Als er wegfahren will, hält ihn Kassierer K auf und verlangt 60 €. T gibt vor, das Geld vergessen zu haben, und beschwatzt K eloquent, ihm das Geld privat zu leihen. K händigt ihm vertrauensvoll seine eigene Karte samt PIN aus. T hebt am nahegelegenen Automaten 200 € ab, zahlt die 60 € und behält den Rest. Welche Aussagen treffen zu?

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Frage 3

Geschäftsführer T einer GmbH hebt 10.000 € vom Firmenkonto ab und nutzt das Geld für private Zwecke. Welche Aussagen treffen zu?

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Frage 4

Geschäftsführer T einer GmbH verkauft ohne Gesellschafterbeschluss eine Maschine für 20.000 € und behält das Geld für sich. Welche Aussagen sind richtig?

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