Auszug

Nötigung, § 240 StGB

NötigungVerwerflichkeit

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Nötigung, § 240 StGB

Voraussetzungen der Nötigung

  1. Objektiver Tatbestand
    1. Nötigungshandlung Gewalt oder Drohung: Muss bestimmt und geeignet sein, Willensentschließung eines anderen zu beeinträchtigen
      • Auch Gewalt gegen Sachen umfasst
    2. Nötigungserfolg: Kausal und objektiv verursachtes Aufzwingen eines dem Willen widerstrebenden Verhaltens
  2. Subjektiver Tatbestand: Vorsatz bzgl. objektiver Tatbestandsmerkmale
  3. Rechtswidrigkeit
    1. Allgemeine Rechtfertigungsgründe
      • Verwerflichkeit erst nach Rechtfertigungsgründen prüfen, da gerechtfertigte Nötigung nie verwerflich
    2. Verwerflichkeit, § 240 II StGB
      • Rechtswidrigkeit bei der Nötigung ausnahmsweise nicht durch Tatbestandsmäßigkeit indiziert, § 240 II StGB: Verwerflichkeit muss positiv festgestellt werden
      • Nötigung rechtswidrig wenn verwerflich: Sozial unerträglich und in besonderem Maße zu missbilligen
        • Verwerflichkeit des Zwecks: z.B. Erwirken von Straftaten oder von Verhalten, auf das Täter keinen Anspruch hat
        • Verwerflichkeit des Mittels: z.B. strafbare Körperverletzung
        • Verwerflichkeit der Zweck-Mittel-Relation: Zweck und Mittel einzeln betrachtet nicht verwerflich, aber unangemessenes Verhältnis zueinander; z.B. Drohung mit Strafanzeige, weil (berechtigte) Forderung nicht erfüllt

2.
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