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Diligentia quam in suis
Was bedeutet "diligentia quam in suis"?
„Diligentia quam in suis" lässt sich wörtlich übersetzen als „die Sorgfalt, wie sie in eigenen Angelegenheiten angewendet wird". Gemeint ist damit die eigenübliche Sorgfalt, also der Sorgfaltsmaßstab, den jemand üblicherweise bei seinen eigenen Angelegenheiten an den Tag legt. Dieser Verschuldensmaßstab ist legaldefiniert in § 277 BGB: Wer nur für diejenige Sorgfalt einzustehen hat, die er in eigenen Angelegenheiten anzuwenden pflegt, ist von der Haftung wegen grober Fahrlässigkeit nicht befreit. Der Maßstab der diligentia quam in suis begegnet dir in mehreren Vorschriften des BGB, nämlich in den §§ 690, 708, 1359 und 1664 BGB. Dort wird jeweils auf die eigenübliche Sorgfalt abgestellt, etwa bei der unentgeltlichen Verwahrung, bei der Sorgfaltspflicht unter Gesellschaftern, zwischen Ehegatten oder bei der elterlichen Sorge. Diligentia quam in suis bezeichnet also den in § 277 BGB legaldefinierten Verschuldensmaßstab der eigenüblichen Sorgfalt.
- Latein: Diligentia quam in suis
- Deutsch: Die Sorgfalt, wie sie in eigenen Angelegenheiten angewendet wird
- Bedeutung: Eigenübliche Sorgfalt
- Kontext: Verschuldensmaßstab, legaldefiniert in § 277 BGB; Fälle der §§ 690, 708, 1359, 1664 BGB
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Ziad T.
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